Intro
Auf den meisten Baustellen gilt: Nachträglich sauber machen will sowieso niemand. Und ehrlich, es kostet Nerven, Zeit und Geld. Besser ist: Dreck gar nicht erst entstehen lassen. In diesem Beitrag zeige ich dir einfache Abläufe, Materialtipps und klare Zuständigkeiten. Du bekommst einen Plan, den du morgen umsetzen kannst. So hältst du die Baustelle ordentlich, schützt Oberflächen, und vermeidest Diskussionen bei der Abnahme. Kurz: Weniger Putzen am Ende, mehr Qualität während der Arbeit.
Schnelle Antwort
Nachträglich sauber machen will sowieso niemand, weil Vorbeugung schneller und billiger ist. Mit Schutz vor Start, festen Zonen, kurzen Reinigungsintervallen (5 Minuten, 2–3 Mal täglich) und klaren Aufgaben sparst du 1–2 Stunden pro Tag. Packe Reinigung und Schutz ins Angebot – so gibt es keine Überraschungen.
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Punkte
- Vorarbeit schlägt Nacharbeit: 1 Stunde Schutz spart oft 3 Stunden Endreinigung.
- Fixe Zonen, klare Wege, 2–3 Zwischenreinigungen pro Tag halten den Dreck klein.
- Richtige Produkte: 30–50 µm Folie, Kantenschutz, Klebeband mit 7–14 Tagen Haftzeit.
- Reinigung und Schutz schriftlich regeln – im Angebot, im Tagesplan, im Übergabeprotokoll.
Warum Dieser Satz stimmt
Nachträglich sauber machen will sowieso niemand – aus gutem Grund. Am Ende ist der Druck hoch, der Kunde wartet, und jede Minute zählt. Spachtelreste, Staubnester, Kratzer: Alles kostet dann 2–3 Mal so viel Zeit. Vorbeugung ist einfacher.
Typische Fehler:
- Schutz zu spät angebracht.
- Keine Wegeplanung, alles wird zur Schmutzschleuse.
- Reinigung „macht jemand später“ – macht dann niemand richtig.
Besser: Du planst Schutz, Ordnung und Zwischenreinigung wie Arbeitsschritte. Nicht als „Extra“, sondern als Teil der Leistung.
Sauber planen: Schutz vor Baustart
Nachträglich sauber machen will sowieso niemand. Darum startest du sauber – nicht später. So gehst du vor:
- Begehung (20–30 Minuten): Sensible Bereiche markieren (Boden, Treppen, Küche, Sanitär). Fotos machen.
- Material checken: Rechne pro 50 m² mindestens 1 Rolle 30–50 µm Staubfolie, 2 Rollen Kantenschutz, 2–3 Rollen Malerkrepp (7–14 Tage Haftzeit), 4–6 Bodenmatten.
- Zonen festlegen: „Schmutzzone“, „Saubere Zone“, „Lager“. Wege mit 10–15 m Schutzvlies abdecken.
- Maschinen: Staubabsaugung (M-Klasse), Wasseranschluss prüfen (2–3 L/min fürs Nassschneiden), Ersatzbeutel bereit legen.
- Zeit einplanen: 45–60 Minuten Schutzaufbau vor Arbeitsbeginn. Das ist Teil des Tagesplans, nicht optional.
Praxis-Tipp: Schreib die Schutzmaßnahmen in den Tagesplan. So fragt niemand „Müssen wir das heute?“ – es steht schon drin.
Staub und Schutz: Materialien richtig wählen
Staub ist der Hauptgegner. Wenn der erst mal ĂĽberall sitzt, putzt du stundenlang.
- Abkleben statt hoffen: Türen mit Reißverschlussfolie dicht machen. Unterdruck mit Lüfter (12–15 Pa) bei staubigen Arbeiten.
- Böden schützen: Hartböden mit 1–2 Lagen Schutzvlies. Teppiche zusätzlich mit Folie abdecken.
- Kanten sichern: Treppenkanten, Küchenkanten, Fensterbänke mit Kantenschutzprofilen.
- Klebeband richtig: Krepp mit 7–14 Tagen Haftzeit für Innen. Draußen UV-beständig. Zieh das Band rechtzeitig ab (spätestens Tag 10), sonst Klebereste.
- Wasser binden: Beim Bohren/Nassschneiden Sprühflasche (0,5–1 L) bereitstellen. Feinpartikel setzen sich, weniger Luftstaub.
Viele Betriebe berichten: Mit Absaugung plus Reißverschlussfolie sinkt der Staub in Nachbarräumen spürbar. Am Ende wischst du 1 Mal, nicht 4 Mal.
Ordnung im Ablauf: Zonen und 5-Minuten-Regel
Nachträglich sauber machen will sowieso niemand. Darum hältst du die Baustelle täglich im Griff.
- 5-Minuten-Regel: Jede(r) räumt vor der Pause und vor Feierabend 5 Minuten auf. 2–3 Mal pro Tag reicht.
- Wege sauber halten: Nach jedem Schüttgut- oder Spachtelgang einmal kehren (2–3 Minuten). Spart später 20–30 Minuten.
- Zonen check: Müllbehälter nah am Arbeitsort (max. 8–10 Meter). Kabel und Schläuche in Kabelbrücken – weniger Stolpern, weniger Dreckziehen.
- Nasses vs. trockenes Reinigen: Erst kehren und saugen (M-Klasse), dann nebelfeucht wischen. Sonst schmierst du den Staub fest.
- Werkzeug-Station: Eine Box pro Gewerk. 90 Sekunden wegpacken sparen später 10 Minuten Sucherei.
Interner Link-Tipp: Diese Routine passt gut zu „Projektzeitpläne sauber managen“ und „Checklisten für Tagesabschluss“.
Klarer Auftrag: Reinigung ins Angebot
Missverständnisse entstehen oft im Angebot. Schreib rein, was geschützt und gereinigt wird – und was nicht.
So formulierst du klar:
- „Schutz und Abdeckung: Bodenflächen ca. 50 m² mit Schutzvlies, Küchenfronten mit Folie, Treppenkanten mit Kantenschutz.“
- „Zwischenreinigung: 2 Zwischenreinigungen pro Tag (Kehren/Saugen), Abschlussreinigung Grob.“
- „Nicht enthalten: Glasreinigung, Polsterreinigung, Grundreinigung nach Fremdgewerken – gerne optional.“
Mit Plattformen wie Donizo erfasst du Schutz- und Reinigungspositionen per Sprache, Text und Foto („Voice to Proposal“). Du sendest das Angebot als PDF mit Kundenportal, holst die E‑Signatur ein und wandelst die Zusage mit einem Klick in eine Rechnung. So ist der Umfang schriftlich fix – ohne Hin und Her.
Interner Link-Tipp: Ergänze dieses Thema mit „professionelle Angebote schreiben“, „Optionen und Zusatzpositionen“ und „Rechnungsvorlagen, die Zeit sparen“.
Kommunikation und Kontrolle
Wer macht was – und wann? Kläre das täglich kurz.
- Toolbox-Talk (10–15 Minuten): Aufgaben, Schutz, Zwischenreinigung, Werktore und Wege. Kurz, klar, jeden Morgen.
- Sichtkontrolle (2–3 Mal täglich): Zonen, Matten, Abklebungen. Defekte Stellen sofort nachbessern (unter 5 Minuten).
- Übergaben: Vor Beginn und vor Abnahme ein Protokoll mit 6–8 Fotos. Sichtbare Kratzer/Schäden sofort dokumentieren.
- Nachbarn informieren: Bei Staub- oder Lärmspitzen 24 Stunden vorher ankündigen. Ein Zettel im Hausflur spart Ärger.
Wenn alle wissen, dass Nachträglich sauber machen will sowieso niemand, zieht das Team mit. Und der Kunde merkt: Hier arbeitet jemand ordentlich.
Häufige Fragen
Welche Reinigung gehört zur „Grob-“ und was zur „Feinreinigung“?
Grob: Kehren, Saugen (M-Klasse), Folien abnehmen, Vlies entfernen, Bauschutt raus. Fein: Nebelfeuchtes Wischen, Detailfugen, Glas- und Rahmenreinigung. Kläre im Angebot, welche Stufe enthalten ist, und biete die andere optional an.
Wie viel Zeit soll ich fĂĽr Schutz und Zwischenreinigung einplanen?
Erfahrungsgemäß 45–60 Minuten Schutzaufbau zu Beginn, danach 2–3 Zwischenreinigungen à 5–10 Minuten pro Tag. Das spart am Ende oft 1–2 Stunden Abschlussreinigung und reduziert Reklamationen deutlich.
Welche Absaugung ist sinnvoll?
Für mineralische Stäube: M-Klasse-Sauger mit passender Tüte und Zyklonvorabscheider, wenn viel Material anfällt. Beim Schleifen und Bohren immer Direktabsaugung nutzen. Für staubintensive Arbeiten hilft Unterdruck (12–15 Pa) im Arbeitsraum.
Wie verhindere ich Klebereste vom Band?
Richtiges Band wählen (Innen 7–14 Tage Haftzeit, Außen UV-beständig), auf saubere, trockene Oberflächen kleben und spätestens am 10. Tag entfernen. Bei empfindlichen Flächen erst an unauffälliger Stelle testen.
Wie regele ich Zusatzreinigung nach Fremdgewerken?
Im Angebot klar abgrenzen und als Option ausweisen. Wenn es passiert, per Nachtrag mit kurzer Beschreibung und Fotos festhalten. Digitale Zustimmung per E‑Signatur sorgt für Klarheit vor der Ausführung.
Fazit
Nachträglich sauber machen will sowieso niemand – und das ist gut so. Mit Schutz vor Start, festen Zonen, kurzen Reinigungsintervallen und klaren Angeboten vermeidest du Stress und sparst täglich Zeit. Nächste Schritte: 1) Schutz-Checkliste erstellen, 2) Zonenplan einführen, 3) Reinigungspositionen ins Angebot aufnehmen. Tools wie Donizo helfen dir, Schutz und Reinigung sauber zu kalkulieren, Angebote mit E‑Signatur zu sichern und direkt in Rechnungen zu überführen. So bleibt die Baustelle ordentlich – vom ersten Meter Folie bis zur Abnahme.