Intro
Eine saubere Sanitär-Rohinstallation spart Zeit, Geld und Nerven. Auf den meisten Baustellen fehlt nicht das Können, sondern die Struktur. Du rennst zwischen Plänen, Material und Folgegewerken hin und her. Dadurch passieren kleine Fehler. Diese kleinen Fehler kosten später richtig. Diese Checkliste führt dich Schritt für Schritt durch die Sanitärinstallation im Rohbau. Von Planung und Aufmaß, über Material und Rohrführung, bis zur Prüfung und Übergabe. Einfach, klar, praxisnah. Nutze sie im Neubau und Umbau. So senkst du Nacharbeit, hältst Termine und schützt deine Marge. Los geht’s.
Schnelle Antwort
Die beste Sanitär-Rohinstallation folgt einer klaren Reihenfolge: planen, messen, Material sichern, sauber verrohren, abdichten, prüfen, dokumentieren, übergeben. Arbeite mit Checklisten, markiere Leitungswege, fotografiere jeden Schritt. Das reduziert Rückfragen und spart dir pro Projekt oft 2–4 Stunden.
Inhaltsverzeichnis
Key Takeaways
- 1 Checkliste pro Gewerk spart dir meist 2–4 Stunden Nacharbeit.
- Markiere Leitungswege früh. So vermeidest du 3 typische Fehler: falsches Gefälle, Kollisionen, Schallbrücken.
- Prüfe vor dem Verschließen. Eine 20–30‑minütige Kontrolle spart Tage.
- Dokumentiere mit Fotos und Etiketten. Ăśbergaben laufen dann in unter 15 Minuten.
- Nutze digitale Angebote und E‑Signatur. Das verkürzt die Freigabe oft um 1–2 Tage.
Planung Und Aufmaß Für Die Sanitär-Rohinstallation
Eine starke Sanitärinstallation beginnt auf dem Papier.
- Pläne prüfen: Schächte, Steigleitungen, Kernbohrungen, Gerätehöhen. Kläre Unklarheiten sofort.
- Aufmaß vor Ort: Abstand zu Elektro, Heizung, Lüftung. Messe 2‑mal, bohre 1‑mal.
- Leitungswege festlegen: Kalt, Warm, Zirkulation, Abwasser. Zeichne die Wege an Wand/Boden an.
- Sperrflächen markieren: Möbel, Spiegel, Schränke. So vermeidest du Kollisionen.
- Schnittstellen klären: Bodenaufbau, Estrichhöhe, Abdichtungsnorm, Brandschutzanforderung.
Praxis-Tipp: Lege ein einfaches Strangschema an. Räumeweise, mit Ventilen und Absperrungen. Das hilft später bei Prüfung und Service.
Interne Verknüpfungsidee: Wenn du auch deine professionellen Angebote verbessern willst, verweise auf deinen Leitfaden zu „professionellen Angeboten“. Das passt hier perfekt.
Materialwahl Und Logistik Auf Der Baustelle
Ohne Materialstau läuft die Baustelle ruhiger.
- Materialliste pro Raum: Rohre, Fittings, Dichtungen, Schellen, Abdichtung, Dämmung.
- Materialzone einrichten: Trockener Platz, nummerierte Kisten nach Strängen. Spart Suchzeit.
- Vorfertigung nutzen: Vorwand-Elemente oder vormontierte Verteiler sparen 1–2 Stunden.
- Reserve einplanen: 5–10 Ersatzfittings, 1 Rolle mehr Dichtband, zusätzliche Schellen.
- Herstellerangaben beachten: Werkzeuge, Pressbacken, Drehmomente. Mische keine Systeme.
Praxis-Tipp: Teile groĂźe Lieferungen in 2 Etappen. So bleibt der Gang frei und die Baustelle sicher.
Rohrführung, Gefälle Und Befestigung
Hier entscheidet sich Qualität. Saubere Linien, klare Befestigung, korrektes Gefälle.
- Abwasser mit gleichmäßigem Gefälle führen. In der Praxis arbeiten viele mit leichtem, konstantem Gefälle. Prüfe die lokalen Normen (z. B. DIN EN/DIN 1986).
- Trinkwasser kreuzungsfrei planen. Kalt nicht unnötig erwärmen, Warm kurz halten, Zirkulation sinnvoll setzen.
- Schellen setzen: Abstand nach Hersteller. Achte auf Gummieinlagen gegen Schall.
- Dehnwege freihalten: Lange Leitungen brauchen Ausdehnung. Nutze Bögen oder Dehnungselemente.
- Durchdringungen sauber: Manschetten, Brandschutz, Abdichtungsdetails vorbohren, nicht „irgendwie“ schneiden.
- Schallschutz beachten: Keine starre Verbindung zu Leichtbauwänden. Entkoppeln.
Praxis-Tipp: Vor dem Schließen einmal mit der Wasserwaage und Laser prüfen. Das dauert 5–8 Minuten, spart aber Stunden.
Interne Verknüpfungsidee: Dieses Thema passt zu „Projektzeitpläne“ – zeige, wie frühe Koordination mit Elektrikern Kollisionen verhindert.
Abdichtung, Schallschutz Und Brandschutz
Diese drei Punkte werden oft unterschätzt. Dann wird’s teuer.
- Abdichtung: In Nasszonen Dichtmanschetten und ‑bänder systemgerecht. Übergänge zu Duschabläufen sauber ausführen.
- Schallschutz: Rohrdämmung und entkoppelte Schellen. Keine starren Durchdringungen in Trockenbau.
- Brandschutz: Abschottungen gemäß Vorgabe. Dokumentiere Typ, Lage, Foto mit Maßband.
Check vor dem VerschlieĂźen:
- Sind alle Manschetten und Dichtbänder vollflächig angedrückt?
- Sind Schellen mit Einlage montiert und nicht angeknallt?
- Sind alle Abschottungen gekennzeichnet und fotografiert?
Praxis-Tipp: Erstelle eine 10‑Punkte‑Checkkarte fürs Team. Jeder hakt ab, macht 2 Fotos, fertig.
Druckprobe, SpĂĽlung Und Dokumentation
PrĂĽfen, bevor etwas verdeckt wird. Immer.
- Druckprobe Trinkwasser: Nach geltenden Regeln und Herstellerangaben. Plane 20–30 Minuten je Strang plus Rüstzeit.
- DichtheitsprĂĽfung Abwasser: SichtprĂĽfung, FunktionsprĂĽfung. Bei Bedarf nach Vorgabe befĂĽllen oder messen.
- Spülen: Vor dem Einbau sensibler Armaturen spülen, bis klar und frei. Oft reichen 5–10 Minuten pro Strang.
- Dokumentation: Manometerfoto, Zeitstempel, Etikettierung der Absperrungen, Strangschema aktualisieren.
- Fotopaket: Vorher/Nachher, Durchdringungen, Abschottungen, Abdichtung, Messgerät.
Praxis-Tipp: Lege eine feste Reihenfolge fest: PrĂĽfen, spĂĽlen, fotografieren, protokollieren. Immer gleich, weniger Fehler.
Interne Verknüpfungsidee: Verweise hier auf „Rechnungsvorlagen“, damit aus sauberer Doku später schnelle Abrechnungen werden.
Ăśbergabe, Angebote Und Abrechnung
Die beste Arbeit nĂĽtzt wenig ohne klare Ăśbergabe.
- Kurzes Übergabegespräch: 10–15 Minuten mit Bauleitung. Strangschema zeigen, Ventile, Fotos.
- Protokoll ĂĽbergeben: Druckprobe, SpĂĽlung, Abschottungen. Digital ist schneller.
- Nachträge früh klären: Jede Änderung sofort notieren, gegenzeichnen lassen.
- Angebot und Rechnung: Aus Positionen der Rohinstallation klare Pakete machen.
Wenn du Angebote vorab sauber aufsetzen willst, nutze Lösungen wie Donizo. Du erfasst Leistungen per Sprache, Text oder Foto (Voice to Proposal), versendest ein gebrandetes PDF und holst die E‑Signatur ein. Nach Annahme wandelst du mit 1 Klick in eine Rechnung um. Das spart dir oft 1–2 Tage Hin‑ und Her.
Häufige Fragen
Wie viel Gefälle braucht ein Abwasserrohr?
In der Praxis nutzen viele Betriebe ein leichtes, gleichmäßiges Gefälle. Prüfe immer die lokalen Normen (z. B. DIN EN 12056/DIN 1986) und die Herstellerangaben. Wichtig ist: gleichmäßig führen, Sprünge vermeiden, Bögen sauber setzen.
Welches Material eignet sich fĂĽr Trinkwasserleitungen?
Mehrschichtverbund, PEX, Kupfer oder Edelstahl werden häufig eingesetzt. Wähle nach Einsatz, Wasserqualität, Brandschutz, Budget und Werkzeugbestand. Mische keine Systeme. Halte dich strikt an Pressbacken‑Freigaben und Herstellerregeln.
Wann sollte ich die Druckprobe machen?
Vor dem VerschlieĂźen und vor sensiblen Einbauten. Plane RĂĽstzeit ein und protokolliere sauber. Ein Manometerfoto mit Uhrzeit und Strangbezeichnung ist Gold wert.
Brauche ich Schallschutz bei jeder Leitung?
In Wohnungen und Hotels ist Schallschutz besonders wichtig. Entkoppelte Schellen, Rohrdämmung und saubere Durchdringungen helfen. Prüfe die Vorgaben des Bauherrn und die relevanten Schallschutznormen.
Wie dokumentiere ich effizient?
Standardisiere: 1 Ordner pro Projekt, Unterordner pro Raum, je 3–5 Fotos pro Schritt. Strangschema als PDF, Etiketten an Ventilen. Digitale Angebote und E‑Signatur beschleunigen Freigaben; Tools wie Donizo unterstützen das.
Fazit
Eine starke Sanitär-Rohinstallation folgt klaren Schritten: planen, markieren, materialisieren, verrohren, abdichten, prüfen, dokumentieren, übergeben. Mit dieser Checkliste reduzierst du Fehler und sparst messbar Zeit. Nächste Schritte: 1) Drucke die Checkliste, 2) Lege eine Foto-Doku-Struktur an, 3) Standardisiere Prüf- und Übergabeprotokolle. Für schnelle Angebote, digitale Freigaben und saubere Rechnungen helfen Plattformen wie Donizo. So läuft jedes Projekt ruhiger – und deine Marge bleibt stabil.